Fragen an den Experten

Thema Rente

Ein hohes Maß an Eigeninitiative ist gefordert

Der Ruhestand beschäftigt jeden – früher oder später. Doch angesichts der demografischen Entwicklung ist die Rente im Wandel. Private Zusatzvorsorge ist unverzichtbar, um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu halten.

Über den demografischen Wandel ist in den vergangenen Jahren viel geredet und geschrieben worden. Fest steht: Er lässt sich nicht aufhalten, denn demografische Veränderungen sind mit den Geburtenzahlen festgeschrieben. Vor allem zwei Entwicklungen belasten dabei die Zukunft der gesetzlichen Rente: Es gibt immer weniger Beitragszahler im Vergleich zu Rentnern. Und diese werden immer älter. Die Jungen müssten also eine immer größere Last stemmen, um alle gesetzlichen Renten finanzieren zu können. „Das stößt an die Grenzen der Belastbarkeit. Besonders wenn die geburtenstarken Jahrgänge der heute 50- bis 60-Jährigen in ein paar Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden“,  sagt Alexander Przygodda, Finanzberater bei der Waldecker Bank. Die Bundesregierung hat bereits vor Jahren reagiert, das Niveau der gesetzlichen Rente gesenkt und damit die Beiträge stabilisiert.

Privat vorsorgen ist unerlässlich

Dass die gesetzliche Rente allein in Zukunft nicht mehr ausreichen werde, um den Lebensstandard im Alter zu sichern, sei vielen aber nicht bewusst, weiß Przygodda aus seinem Beratungsalltag und formuliert daher eine klare Botschaft: „In Sachen Rente ist bereits jetzt ein hohes Maß an Selbstverantwortung gefordert. In der Konsequenz heißt das, möglichst frühzeitig aktiv zu werden und sich zusätzlich privat für das Alter abzusichern.“ Er bietet dazu gerne ein persönliches Gespräch in der Waldecker Bank an, um genau zu ermitteln, welche Art der Zusatzvorsorge für den jeweiligen Kunden passen könnte.  

„Nicht alles auf eine Karte setzen“

Für viele Kunden stellt sich die Frage nach einer zusätzlichen privaten Vorsorge. Drei Fragen an Alexander Przygodda, Experte bei der Waldecker Bank.

Onlineredaktion: Herr Przygodda, es wird deutlich: Der zukünftige Ruhestand fordert heute eine vorausschauende Finanzplanung. Gibt es dazu grundsätzliche Empfehlungen?

Przygodda: Ja, Anleger sollten nicht nur auf eine einzige Anlageform setzen. Das Risiko wäre viel zu hoch. Eine möglichst breite Mischung verschiedener Anlagen, wie Aktien, Anleihen und Immobilien, ist dagegen sinnvoll. Nicht alle Eier in einen Korb zu legen lautet das Motto.

Onlineredaktion: Das gilt also für alle. Doch jeder Kunde ist anders …

Przygodda: Richtig, in der Beratung gehen wir natürlich auch sehr genau auf die persönliche Situation des Kunden ein, etwa sein Alter und damit die Zeit bis zum Ruhestand, die Lebensplanung, seine Ziele und Wünsche, die Einstellung zum Risiko und so weiter.

Onlineredaktion: Das hört sich nach einem großen Aufwand an …

Przygodda: … der sich für Anleger lohnt, denn schließlich ist die private Vorsorge ein immens wichtiges und auch langfristiges Thema, das wohl durchdacht und gut geplant sein sollte. Am Ende eines solchen Beratungsprozesses steht dann eine gemeinsam erarbeitete, passende Vermögensstruktur mit konkreten Produkten, wie etwa Riestergeförderte Fondssparpläne.

Onlineredaktion: Wir danken Ihnen für das Gespräch.