Vertreterversammlung 2017

Waldecker Bank eG zufrieden mit Geschäftsverlauf 2016

Mehr als 400 Delegierte, Gäste und Mitarbeiter konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Brack am Mittwochabend bei tropischen Temperaturen in der Stadthalle begrüßen. Die neu gewählte Vertreterversammlung folgte dabei den Ausführungen von Bankdirektor Udo Martin im Rahmen der diesjährigen Rechenschaftslegung.

In seinem Bericht über den Geschäftsverlauf 2016 berichtete er von einem ausgewogenen Wachstum sowohl im Kredit- wie auch im Einlagengeschäft. Das Neugeschäftsvolumen bei Kundenkrediten mit rund 90 Millionen Euro ist dabei maßgeblich von den günstigen Finanzierungsbedingungen getrieben und hat für einen Bestandszuwachs um 4,2 % gesorgt. Der Schwerpunkt lag dabei eindeutig bei Wohnbaufinanzierungen, während die Kreditnachfrage bei Gewerbekunden und Landwirten dagegen verhalten ausfiel. Stark zugenommen haben auch die Kreditvermittlungen an die genossenschaftlichen Verbundpartner.

Im Einlagengeschäft konnte ein Zuwachs von etwa 19 Millionen Euro erreicht werden. Der Gesamtbestand an Kundengeldern erreicht 592 Millionen Euro. Angesichts der von der Europäischen Zentralbank verfolgten Niedrigzinspolitik lassen sich für Anleger bei klassischen Geldanlagen aber kaum mehr positive Renditen erwirtschaften. Deshalb ist die Beratung auch darauf gerichtet, Kunden an andere Anlageklassen wie Wertpapiere oder Fonds heranzuführen. Das Volumen der insgesamt verwalteten Vermögenswerte entwickelt sich mit 951 Millionen Euro auch weiterhin sehr positiv.

Beim Eigenkapital der Bank verwies Udo Martin auf die überdurchschnittliche Ausstattung und die günstige Struktur, die die Bank traditionell aufweist. Zukünftige aufsichtsrechtliche Anforderungen lassen sich damit leichter erfüllen.  Rückläufig war die Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr. Der Zinsüberschuss gab nach, weil Zinserträge deutlicher sanken als an Zinsaufwendungen eingespart werden konnte. Beim Provisionsüberschuss wirkte sich das rückläufige Bauspargeschäft negativ aus, während die übrigen Vermittlungsgeschäfte stark zulegten. Die Verwaltungskosten lagen im Rahmen der Erwartungen. Im Kreditgeschäft und bei Wertpapiereigengeschäften wurde ein gegenüber dem Vorjahr deutlich besseres Bewertungsergebnis erreicht. Udo Martin sprach von einem guten Ergebnis angesichts der Rahmenbedingungen an den Geld- und Kapitalmärkten.

Über den Jahresbericht hinaus nahm Martin im Gespräch mit Jörg Kleine zudem Stellung zu herausfordernden Themen wie Zinsentwicklung, Digitalisierung, Geschäftsstellenstruktur, Investitionsvorhaben und mögliche Fusionen in der Zukunft.  Er betonte insbesondere auch den Stellenwert, den die insgesamt 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den nachhaltigen Geschäftserfolg der Bank haben.

In der Besetzung des Aufsichtsrates gab es große Veränderungen. Die Herren Karl-Martin Füllgraf, (Bad Arolsen), Karl Schwalenstöcker (Twistetal) und Willi-Ernst Schreiber (Edertal) schieden aus dem Gremium aus. Gleichzeitig wurden neben dem wiedergewählten Friedrich Pohlmann (Willingen) mit Birgit Dielschneider (Bad Arolsen) und Klaus Büchsenschütz (Edertal) zwei neue Mitglieder einstimmig gewählt; die Zahl der Mandate hat sich damit auf 10 reduziert. 

Vorstand Udo Martin im Gespräch mit Jörg Kleine